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Sehr geehrte Gäste,
liebe Freunde des Franziskushauses!
Vielleicht ist Ihnen der Bildstock an der Straßenseite des Franziskushauses noch gar nicht so recht aufgefallen, wenn Sie Altötting und unser Exerzitienhaus besuchen. Vielleicht halten Sie aber auch beim Vorbeigehen genau dort gerne zum Gebete und zum Gedenken inne.

Nach den Nachkriegswirren der Räterepublik kehrte das Gnadenbild Ende Mai 1919 triumphal nach Altötting zurück. Um das Gnadenbild, die Mutter Gottes, und damit den Glauben vor Verhöhnung und Verspottung durch die nahenden Rotgardisten zu schützen, hatten die Verantwortlichen der Wallfahrt die Schwarze Madonna Ende April 1919 in einer Nacht- und Nebelaktion über mehrere Stationen nach Passau in Sicherheit gebracht.
Nach fünfwöchigem Exil gab der Bischof von Passau, Sigismund Felix Freiherr von Ow, am 31. Mai 1919 die Mutter Gottes wieder den Altöttingern zurück.
Der Bildstock neben unserem Haus erinnert nun daran, dass das Gnadenbild auf seinem Triumphzug zurück nach Altötting an der Stadtgrenze, am Franziskushaus, von den Bürgern Altöttings und natürlich auch von den Brüdern, Schwestern und Kindern des Franziskushauses „jubelnd … unter Gebet, Sang und Klang“ begrüßt und „zu Hause“ willkommen geheißen wurde.
Es sei nur am Rande erwähnt, dass wir die Schilderung der Begebenheiten einem Zeitzeugen verdanken: Unter seinem schriftstellerischen Pseudonym „Bruder Marianus“ berichtet uns P. Cyprian Fröhlich OFMCap in der Schrift „Das Gnadenbild U. L. Frau von Altötting auf der Flucht und im Triumphzug“, 30 Jahre nach Gründung des Seraphischen Liebeswerkes im Jahre 1889 auf höchst interessante und von Glaubenseifer durchdrungene, die Not der „seinem Seraphischen Liebeswerk“ anvertrauten Kinder nicht vergessende Weise von der Rückkehr des Gnadenbildes!
Wir freuen uns sehr, wenn wir Sie bei uns im Franziskushaus zu Einkehr und Vertiefung des Glaubens, zu Ruhe und Inspiration, zu Wallfahrt und Erholung begrüßen dürfen und bitten Sie, dass Sie auch weiterhin uns bzw. die uns anvertrauten Kinder mit Ihrem Gebet begleiten und finanziell unterstützen!
PAX et BONUM!
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